Bewusst leben

Wer hat an der Uhr gedreht?

20. Oktober 2019

Bald ist es wieder so weit, aus Sommerzeit wird Winterzeit. Die Zeiger werden fleißig nach hinten gedreht und Du freust dich höchst wahrscheinlich schon auf die eine Stunde, die Dir „geschenkt“ wird. Aber freut sich Dein Biorhythmus auch über diese Veränderung?

Es gibt mittlerweile so einige Studien die aufführen wie eingreifend die Umstellung der Zeit für den Körper ist. Ein Forscherteam der Ludwig-Maximilians-Universität in München untersuche zuletzt die Auswirkungen der Zeitumstellung an 55000 Menschen. Die Ergebnisse waren erschreckend und zeigten, dass die Effekte bisher unterschätzt wurden.

Jeder Mensch hat so was wie eine innere Uhr, auch Du. Dein Organismus ist in vielen Bereichen so aufgebaut, dass er einen bestimmten Rhythmus braucht und diesem auch folgt. Anhaltspunkte hierfür sind dein Puls, dein Blutdruck, deine Körpertemperatur, und noch vieles weitere Indikatoren.
Einen großen Einfluss auf deine innere Uhr hat beispielsweise der Wechsel von hell zu dunkel. Hierdurch wird die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin beeinflusst. Melatonin senkt Deine Aktivität, bremst Dich aus und lässt Dich müde werden.

Ob Du es glaubst oder nicht, aber es reichen kleine Schwankungen im biologischen Rhythmus um deinen Schlaf-Wach-Rhythmus zu verwirren. Dein Körper braucht ca. 4 -14 Tage um sich an diese Neuheiten und Veränderungen anzupassen.

Vielleicht kennst Du das Phänomen das Du bei der Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit morgens früher wach bist und abends früher müde wirst. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass Dein Rhythmus durcheinander gekommen ist. Stärker als Erwachsende sind hiervon Säuglinge, Alte Menschen und Kinder betroffen.

Weiterhein besonders schwierig ist die zweimal im Jahr stattfindende Anpassung für Menschen die bereits unter Schlafstörungen leiden. Vielleicht gehörst Du zufällig auch dazu. Aber auch Menschen die unter organischen Erkrankungen leiden haben unter der Zeitumstellung besonders zu leiden.
Untersuchungen haben ergeben, dass in den ersten 3 Tagen nach der Zeitumstellung 25 % mehr Krankenhausbehandlungen wegen Herzbeschwerden durchgeführt werden, als sonst im Durchschnitt eines Jahres. Das kann kein Zufall sein.

Du kannst die Zeitumstellung sehen als ein Mini-Jetlag. Häufige Symptome dafür sind:

– Schlafstörungen
– Müdigkeit
– depressive Verstimmungen
– Schwankungen der Herzfrequenz
– Konzentrationsschwäche
– Gereiztheit
– Appetitlosigkeit
– Verdauungsproblem

Statistiken haben gezeigt, dass durch die Zeitumstellungen zwischen 8% und 12% mehr Menschen einen Arzt aufsuchen. Die Anpassung von Winterzeit auf Sommerzeit machen hier jedoch die größeren Probleme. Die Einnahme von Schlafmitteln und Antidepressiva steigt in diesen Zeiträumen ebenfalls an. Aufgrund von Müdigkeit steigt sogar in der Woche nach der Zeitumstellung die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz.
Auch Landwirte klagen darüber, dass ihre Tiere unter der Zeitumstellung leiden. Die Fütterungszeiten müssen dem natürlichen Rhythmus angepasst werden. Sie können nicht einfach um eine Stunde verschoben werden, wie das bei Fahrplänen und Arbeitszeiten der Fall ist … ein ewiger Rattenschwanz …

Leidest Du auch unter den Symptomen der Zeitumstellung?
Dann habe ich hier ein Paar Tipps für Dich:

1. Keine Schlafmittel nehmen!
2. Schäfchenzählen oder autogenes Training hilft
3. Nutze Baldrian, Hopfen und Melisse in Form von Tees
4. Umfangreiche Abendmahlzeiten meiden
5. Auf Tee und Kaffee mit aufputschender Wirkung verzichten
6. Keine aufreibenden TV-Programme am Abend
7. Bei starker Müdigkeit einfach mal ein Power-Napping einlegen
8. …. Einfach mal einen Gang zurück schalten und mehr Zeit für Entspannung suchen ….

„Du musst Deinem Körper gutes tun, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen!“

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