Bewusst bewegen/ Bewusst leben

Einfach mal Anders

1. Juli 2018

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Du hast Gewohnheiten, ich habe Gewohnheiten. Manche erleichtern Deinen Alltag und bringen Struktur, andere sind störend und vielleicht auch gesundheitsgefährdend.
Gewohnheiten bestimmen Dein Leben und führen Dich durch den Tag. Darum ist es auch wichtig Gewohnheiten zu haben. Manchmal ist es jedoch an der Zeit sie zu überdenken.

Ist die Zigarette nach dem Essen wirklich nötig?
Sind die Süßigkeiten, der Wein, dass Bier beim Fernsehen wichtig ?
Muss es immer einen süßen Nachtisch geben?

Bas Verplanken, Professor für Sozialpsychologie an der University of Bath in England, erforscht Gewohnheiten seit über 20 Jahren. Er fand heraus, dass wenn Gewohnheiten mit Deinen Zielen übereinstimmen, sie Dich nützlich unterstützen können. Ist dies nicht der Fall, kosten sie Dich andernfalls nur viel Zeit, Geld, Lebensjahre und Energie.

Sportler haben oft ein Ritual/eine Gewohnheit vor Wettkämpfen – Besondere Socken anziehen, den Rasen berühren, den Schläger in eine bestimmte Richtung drehen, dass Toast mit der Erdnussbutter und der Banane 2 Stunden vor Wettkampfbeginn essen, etc….
Dies sind nützliche unterstützende Gewohnheiten die das Selbstbewusstsein stärken.
Anders greift die morgendliche Zigaretten Routine oder der abendliche Wein (2,3 Gläser…). Denn diese Gewohnheiten und Rituale schaden Dir eher.

Dein Gehirn unterscheidet nicht zwischen schlechten und guten Gewohnheiten. Es ist sehr schwer, Dein eingeschlichenes Verhalten zu ändern, auch wenn Du es Dir fest vornimmst. Das gilt nicht nur für Deine privaten Angewohnheiten, sondern auch für die in der Firma, im Freundeskreis oder Verein.

Bei Gewohnheitshandlungen verändert sich der Denkprozess im Hirn:
– Areale, die für komplexe Denkprozesse zuständig sind, hören auf zu arbeiten.
– Basalganglien, die für Reflexe und Instinkthandlungen verantwortlich sind
bleiben aktiv
– Ein Handlungsgedächtnis entsteht, in dem alle Bewegungsmuster
ab – /angelegt sind
– Basalganglien aktivieren die gewohnten Muster,
während der Rest des Hirns ruht

“Ohne Hilfe von außen ist es so gut wie nicht möglich, die Persönlichkeit in größerem Umfang gezielt zu ändern”, sagt Hirnforscher Gerhard Roth. Wenn Du Dein Leben oder gewisse Verhaltensmuster ändern möchtest, dass zeigte unter anderem eine Studie von Wissenschaftlern der Harvard University, reichen Deine guten Vorsätze nicht.
Es ist wichtig mit jemanden gemeinsam Ziele zu stecken. Dein Gesundheitscoach hilft Dir Deine Ziele spezifisch, realistisch und zeitgebunden zu formulieren. Er gibt Dir Reize, Zwischenziele zu setzen, zu erreichen und zu belohnen.
Denn der Weg ist ein langer Weg, der viel Geduld, Rückschläge, Mut und vor allem Willenskraft und Eigenverantwortlichkeit abverlangt.
Bei Essgewohnheiten kann es laut wissenschaftlicher Studien bis zu 3 Jahre dauern, bis ein neues anderes Verhalten etabliert ist.

DU KANNST ES SCHAFFEN ! ! !

Sei stark genug und setze den ersten Schritt in die richtige Richtung.

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